Willkommen zu unserem Ratgeber über individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL). In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige über IGeL, welche in Deutschland eine kontinuierlich wachsende Nachfrage haben. IGeL sind ärztliche Leistungen, die über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen und privat bezahlt werden müssen.
Im Jahr 2018 nutzten schätzungsweise über 15 Millionen gesetzlich versicherte Patienten IGeL. Da die Palette der angebotenen Leistungen sehr breit ist und sich ständig erweitert, existiert keine verbindliche Liste aller IGeL.
Schlüsselerkenntnisse:
- IGeL umfassen ärztliche Leistungen, die nicht zur gesetzlichen Krankenversicherung gehören und privat bezahlt werden müssen.
- Es gibt eine Vielzahl verschiedener IGeL, darunter ärztliche Atteste, medizinische Beratungen und medizinisch-kosmetische Leistungen.
- Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen keine IGeL, da diese nicht als ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich gelten.
- Es existiert keine verbindliche Liste aller IGeL, wodurch es für Patienten schwierig ist, Nutzen, Qualität und Preis der Angebote zu überprüfen und zu vergleichen.
- Bei Interesse an IGeL sollten Sie sich immer umfassend informieren und vor einer Entscheidung eine vertrauenswürdige ärztliche Beratung in Anspruch nehmen.
Was sind Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)?
Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind ärztliche Leistungen, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören.
- IGeL umfassen Zusatzvorsorgeuntersuchungen und andere Leistungen,
- für die entweder keine ausreichenden Belege für ihren Nutzen vorliegen
- oder die von der Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) noch nicht abgedeckt wurden.
IGeL können beispielsweise Atteste, medizinische Beratungen oder Reiseimpfungen sein.
Die Kosten für IGeL müssen von den gesetzlich Versicherten selbst getragen werden.

| IGeL | Kosten |
|---|---|
| Zusatzvorsorgeuntersuchungen | Varies |
| Medizinische Beratungen | Varies |
| Reiseimpfungen | Varies |
Welche IGeL gibt es?
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die von ärztlichen Attesten bis hin zu Serviceleistungen für Freizeit, Sport und Urlaub reichen. Auch medizinisch-kosmetische Behandlungen und psychotherapeutische Leistungen werden als IGeL angeboten.
Ärztliche Untersuchungen und Beratungen im Rahmen von IGeL sind Leistungen, die auf Wunsch der Patienten erfolgen, ohne dass sie medizinisch notwendig sind. Hierzu gehören zum Beispiel individuelle Vorsorgeuntersuchungen oder zusätzliche Beratungen zu bestimmten medizinischen Themen.
Medizinisch-kosmetische Leistungen wie Schönheitsoperationen sind in der Regel nicht medizinisch notwendig, werden aber dennoch als IGeL angeboten. Dabei handelt es sich um Behandlungen zur Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes, beispielsweise Fettabsaugungen oder Faltenunterspritzungen.
Auch psychotherapeutische Leistungen können als IGeL in Anspruch genommen werden. Hierzu zählen beispielsweise Paartherapien, Familientherapien oder Coaching-Angebote.
Beispiele für IGeL:
- Individuelle Vorsorgeuntersuchungen
- Zusätzliche ärztliche Beratungen
- Medizinisch-kosmetische Behandlungen
- Psychotherapeutische Leistungen
Es gibt jedoch noch zahlreiche weitere IGeL-arten, die je nach individuellem Bedarf und ärztlicher Spezialisierung angeboten werden können. Patienten sollten sich vor der Inanspruchnahme einer IGeL umfassend informieren und gegebenenfalls eine ärztliche Zweitmeinung einholen.

Warum zahlen die Krankenkassen nicht?
Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen nur Leistungen bezahlen, die ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind. Welche Leistungen in den Leistungskatalog aufgenommen werden, entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA).
Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die keine ausreichenden Belege für ihren Nutzen haben oder bereits negativ bewertet wurden, sind nicht von den Krankenkassen abgedeckt. Die Patienten müssen die Kosten für diese Leistungen selbst tragen.
IGeL sind zusätzliche medizinische Leistungen, die über das Maß der medizinisch notwendigen ärztlichen Versorgung hinausgehen. Da es für viele dieser Leistungen keine ausreichenden Belege für ihren Nutzen gibt, können die Krankenkassen sie nicht finanzieren.
| Gründe, warum Krankenkassen IGeL nicht bezahlen: |
|---|
| 1. Mangelnder wissenschaftlicher Nachweis für den Nutzen der Leistung |
| 2. Negative Bewertung der Leistung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss |
| 3. Kosten der Leistung sind nicht zweckmäßig oder wirtschaftlich |
| 4. Leistung wird nicht als medizinisch notwendig angesehen |
Individuelle Gesundheitsleistungen bieten oft zusätzliche Vorsorge und Komfort, aber sie müssen privat bezahlt werden. Die Krankenkassen legen ihren Fokus auf die Kostenübernahme von Leistungen, die medizinisch notwendig und wissenschaftlich fundiert sind.
Gibt es eine gültige IGeL-Liste?
Leider gibt es keine verbindliche Liste, die das gesamte Spektrum der individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) abdeckt. Die einzige vorhandene Zusammenstellung stammt aus dem Jahr 2011 und richtet sich vor allem an Ärzte. Jedoch haben Ärzte die Möglichkeit, individuelle Zusatzleistungen anzubieten, die sie selbst entwickelt haben oder von spezialisierten Firmen übernommen wurden. Aufgrund der breiten Palette an IGeL und ihrer ständigen Weiterentwicklung ist es für Patienten eine Herausforderung, den Nutzen, die Qualität und die Preise der verschiedenen Angebote zu überprüfen und miteinander zu vergleichen.
Da es keine offizielle IGeL-Liste gibt, sollten Patienten bei der Entscheidung für individuelle Gesundheitsleistungen aufmerksam sein und sich gut informieren. Es ist ratsam, vorher mit dem behandelnden Arzt zu sprechen und alle Fragen zu klären. Zudem können unabhängige Informationsquellen wie medizinische Fachgesellschaften, Verbraucherzentralen und Patientenforen hilfreiche Informationen bieten.
Es bleibt zu beachten, dass individuelle Gesundheitsleistungen private Kosten verursachen und daher sorgfältig abgewogen werden sollten. Der persönliche Nutzen und das individuelle Budget sollten bei der Entscheidung für oder gegen IGeL berücksichtigt werden.
FAQ
Was sind Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)?
Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind verschiedene Diagnose- und Behandlungsmethoden, die über das Maß einer medizinisch notwendigen ärztlichen Versorgung hinausgehen und nicht vom Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgedeckt werden. IGeL umfassen Zusatzvorsorgeuntersuchungen und andere Leistungen, für die entweder keine ausreichenden Belege für ihren Nutzen vorliegen oder die von der Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) noch nicht abgedeckt wurden. IGeL müssen privat bezahlt werden.
Welche IGeL gibt es?
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher IGeL, darunter ärztliche Atteste und Serviceleistungen für Freizeit, Sport und Urlaub, medizinisch-kosmetische Leistungen sowie psychotherapeutische Leistungen. Bei den ärztlichen Untersuchungen und Beratungen handelt es sich um Leistungen, die auf Wunsch der Patienten erfolgen, ohne dass sie medizinisch notwendig sind. Medizinisch-kosmetische Leistungen, wie Schönheitsoperationen, haben in der Regel keine medizinische Notwendigkeit. Psychotherapeutische Leistungen können beispielsweise Paartherapien sein.
Warum zahlen die Krankenkassen nicht?
Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen nur Leistungen bezahlen, die ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind. Welche Leistungen in den Leistungskatalog aufgenommen werden, entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). IGeL, die keine ausreichenden Belege für ihren Nutzen haben oder bereits negativ bewertet wurden, sind nicht von den Krankenkassen abgedeckt. Die Patienten müssen die Kosten für diese Leistungen selbst tragen.
Gibt es eine gültige IGeL-Liste?
Es existiert keine verbindliche Liste, die das gesamte Spektrum der IGeL abdeckt. Es gibt lediglich eine Zusammenstellung für Ärzte aus dem Jahr 2011. Ärzte können individuelle Zusatzleistungen anbieten, die sie selbst entwickelt haben oder von spezialisierten Firmen übernommen haben. Aufgrund der breiten Palette an IGeL und der stetigen Erweiterung ist es für Patienten schwer, den Nutzen, die Qualität und den Preis der Angebote zu überprüfen und zu vergleichen.
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